Schokolade entsteht in einer globalen Lieferkette: Viele Arbeitsschritte passieren in verschiedenen Weltregionen. Kakao wird in größeren Mengen zu Häfen gebracht, dort gelagert und dann per Schiff in große Verarbeitungshäfen transportiert – vor allem nach Europa, aber auch in andere Regionen.
Wichtig ist außerdem: Die Wertschöpfung (also wer wie viel vom Geld bekommt) ist sehr ungleich verteilt. Westafrikanische Kakaobäuerinnen und -bauern erhalten ungefähr 6 % vom Preis einer Tonne Kakao, während Verarbeiter, Schokoladeproduzenten und der Detailhandel zusammen fast 80 % des Wertes bekommen. Bäuerinnen und Bauern gelten oft als schwächstes Glied der Kette.
Lies den Text als Basiswissen: https://www.publiceye.ch/de/archiv/schokolade/der-kakaomarkt/lieferkette-und-wertschoepfung
Rekonstruiere den „Weg der Schokolade“ als Kette mit 4–5 Stationen. Nutze diese Stationen (du darfst zwei zusammenfassen, wenn du auf 4 Stationen kommen willst):
1. Rohstoff/Anbau (Kakaopflanze, Ernte der Kakaofrüchte)
2. Sammlung/Handel (Einkaufsgesellschaften sammeln große Mengen, Lagerung)
3. Transport/Export (Transport zu Häfen, Lagerung im Hafen, Schiffstransport)
4. Verarbeitung (z. B. Kakaomasse/Kakaobutter, Schokolade herstellen)
5. Verkauf/Konsum (Supermarkt/Shop, Kauf und Essen)
Schreibe die Stationen als Pfeilkette auf, z. B. so: Station 1 → Station 2 → Station 3 → Station 4 → Station 5
Zu jeder Station ergänze einen kurzen Satz, was dort passiert (z. B. „Kakao wird geerntet“, „Bohnen werden per Schiff nach Europa transportiert“).
Auf deiner vorgegebenen Weltkarten-Skizze markierst du passend zur Lieferkette mindestens diese Weltregionen:
• Westafrika: Anbau (viele Kakaobohnen kommen von dort)
• Europa: wichtige Verarbeitung und auch viel Verkauf/Konsum
Zeichne Pfeile für den Transport:
• von Westafrika (Anbau/Handel) zu einem Hafen,
• dann per Schiff nach Europa (Verarbeitung/Weitertransport),
• anschließend zum Verkauf (innerhalb Europas).
Beschrifte deine Pfeile mit kurzen Stichworten, z. B. „Schifftransport“, „Hafen/Lagerung“, „Fabrik/Verarbeitung“.
Erstelle eine Tabelle mit zwei Spalten:
• Gewinner/Vorteile (Pro)
• Belastungen/Nachteile (Contra)
Nutze die folgenden Aspekte und entscheide jeweils: Wer profitiert? Wer trägt die Belastung? Schreibe pro Punkt mindestens 1 konkreten Satz in die passende Spalte.
Aspekte (alle verwenden):
• Arbeitsplätze (z. B. auf Plantagen, in Häfen, in Fabriken, im Handel)
• Löhne/Einnahmen (Hinweis: Bäuerinnen und Bauern erhalten ca. 6 %, Verarbeiter + Produzenten + Detailhandel zusammen fast 80 %)
• Umweltfolgen (z. B. Flächenverbrauch, Verpackung, Energie in Fabriken)
• Transportemissionen (CO₂ durch Schiff/Transport über lange Strecken)
Hilfsfragen (zum Denken):
• Wer bekommt viel Geld: Bauern oder Unternehmen in Verarbeitung/Handel?
• Wo entstehen Emissionen: eher lokal oder über weite Transportwege?
• Welche Region hat eher Verarbeitungsfabriken und damit mehr Jobs in der Industrie?
Schreibe genau zwei korrekte Sätze, in denen du die Begriffe Globalisierung und Wertschöpfungskette richtig verwendest.
Vorgaben:
• Satz 1 muss das Wort Globalisierung enthalten.
• Satz 2 muss das Wort Wertschöpfungskette enthalten.
• Beide Sätze sollen sich auf Schokolade/Kakao beziehen und inhaltlich stimmen.
Beispiel-Idee (nicht abschreiben, nur als Orientierung):
• Globalisierung: Ein Produkt entsteht über viele Länder hinweg.
• Wertschöpfungskette: In jedem Schritt wird Wert hinzugefügt, aber das Geld ist ungleich verteilt.